Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

skrofel, f.

skrofel, f.,
scrofel, drüsengeschwulst. Weigand⁴ 2, 675, gewöhnlich pluralisch skrofeln, von lat. scrofulae, halsdrüsen, zu scrofa, saumutter, weil die schweine oft daran leiden, auch mit falscher schreibung scropheln. Campe ergänzungswb., nach neulat. scrophula. Dief. 521ᵇ, in älterer zeit auch mit volksmäsziger umbildung des anlauts schroffelen. ebenda (15. jahrh., nd.), schrofelen, schrofulen: we de schrofelen helen wyl ane wunden, de neme wytten hundes mess ... unde legge dar up, dat vordrifft de schrofulen. quelle von 1483 bei Schiller-Lübben 4, 142ᵇ. weiteres bei Höfler d. krankheitsnamenb. (1899) 654ᵇ. dazu scrofelartig, adj.: gegen winter 1786 erkrankte unser dritter sohn Hans an skrophelartigen drüsen. Ernestine Voss bei Sauer Göttinger dichterbd. cxviii, skrofelkrankheit, f., skrophelkrankheit. Campe ergänzungswb., skrofelkraut, n. scrophularia nodosa, als heilmittel gegen skrofeln dienend. Nemnich 2, 1266. Pritzel - Jessen 368, scrofulös, adj. mit skrofeln behaftet, scrofulosus, scrophulös. Campe ergänzungswb.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1332, Z. 56.

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Zitationshilfe
„skrofel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/skrofel>, abgerufen am 22.10.2021.

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