Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

skumpe, subst.

skumpe, subst.:
Leipolt sagt (mit bezug auf eine frau, die ihn nicht erhören will):
nein, nein, ich hab der pirn schon gnug.
ich mag nicht solch scumpen einnemen.
wolt mich desz in mein hertz nein schemen.
sie hat mich wol so hart auszgmacht.
Ayrer 2307, 34 Keller.
ist es das oben theil 9, 1999 erwähnte schumpe als verächtliche bezeichnung für eine weibliche person (vgl. auch schumpel ebenda), vielleicht in der aussprache fremder komödianten, vielleicht auch nur druckfehler dafür? man könnte auch geradezu an entlehnung des worts von ausländischen komödianten denken. vgl. z. b. engl. scum, unrat; chump, klotz, auch scheltwort; mndl. scomper, spötter. Franck mndl. gramm. 264ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1334, Z. 1.

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Zitationshilfe
„skumpe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/skumpe>, abgerufen am 21.10.2021.

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