Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sockenei, f., n.

sockenei, f. n.
name eines vorzugsweise weiblichen, doch auch männlichen überrockes, ursprünglich ein slavisches kleid, polnisch suknia, böhm. suckneͮ weiberrock, von slav. sukno wollentuch, wollengewand, auch ins französische als sosquanie aufgenommen, über das mittelalter hinaus erhalten, da in Wien das suckel noch in der ersten hälfte des 15. jahrh. unter den weiblichen kleidungsstücken und das sucklpelzl als pelzgefütterter überzieher vorkommt, und da ferner die Rostocker kleiderordnung von 1585 die suken unter den anzügen der vornehmen frauen kennt, vgl. Weinhold die deutschen frauen 2³, 270 fg.; it. viij β. umb ein barchans sockny. Frankfurter archiv, Elsen von Holzhusen inventar um 1410; sockeney cyclas Frisch 2, 283ᶜ (aus Alberus 1540); cyclas, sockeney oder husacken dict. lat.-germ. (Frankfurt 1610) 621.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1393, Z. 45.

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Zitationshilfe
„sockenei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sockenei>, abgerufen am 26.10.2021.

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