Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

soeben, adv.

soeben, adv.,
zusammenrückung von zeigendem so und zeitlichem eben (betont soében), vgl. unter eben 4, th. 3, 10: (wenn ich) erwachte, war es, als ob die wirkliche Anna von meinem lager soeben und leibhaftig wegschliche. G. Keller werke 1, 262; die gute witwe ... hatte soeben ein stückchen zucker, der ihr wider willen ln die tasse gefallen, mit dem löffelchen herausgefischt. 2, 260;
ich bin soeben nicht gestimmt es anzuhören.
H. v. Kleist Schroffenst. 4, 1;
zusammenrückung mit modalem eben (vgl. eben 5 a. a. o.): hier ist soeben noch ein plätzchen; die sachen giengen noch soeben in den koffer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1400, Z. 63.

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Zitationshilfe
„soeben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/soeben>, abgerufen am 21.10.2021.

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