Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sogleich, adv.

sogleich, adv.
sofort, unverzüglich, im augenblick; ein verstärktes gleich, s. das., daher die zweite silbe betonend; anfangs noch getrennt geschrieben: so gleich? statimne. Stieler 2051; ich will dasz es sogleich geschieht. sogleich entstand eine tiefe stille. Campe;
ich winke nur:
sogleich gehorcht mir die natur.
Gellert 3, 114;
denn wie ich bei der linde
das junge völkchen finde,
sogleich erreg' ich sie.
Göthe 1, 26.
mit folgendem nebensatze, der früher durch als, wie (dem so correspondierend) eingeleitet wurde: was unmöglich schien, nimmt sogleich, als es geschehen ist, neben dem gemeinen seinen platz ein. Göthe 18, 83; sogleich wie sich einige bildungslust auf der welt wieder zeigt, treten uns die Aristotelischen verdienste frisch entgegen. 53, 120. jetzt, wo sogleich für das sprachgefühl vollständig zu éinem begriff zusammengeschmolzen ist, gewöhnlich sogleich, wenn oder nachdem. s. auch das veraltete allsogleich, th. 1, 262.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1407, Z. 70.

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Zitationshilfe
„sogleich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sogleich>, abgerufen am 18.10.2021.

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