sohn m
Fundstelle: Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1419, Z. 51
gemeingermanisches wort, got. sunus, altnord. sonr, sunr, son (für sonn) und sun (für sunn); ags. sunu, fries. sunu, sune, son (Richthofen 1056ᵇ), alts. sunu, althochd. sunu (Graff 6, 59), sun; mit dem abfall des u vollzieht sich der übertritt in die i-declination. mhd. sune, sun, suon (mhd. wb. 2, 2, 732ᵃ. Lexer mhd. handwb. 2, 1302. Braune in den beitr. 9, 548 ff.). mnd. sone (Schiller-Lübben 4, 291ᵃ), nhd. sohn, nld. zoon, engl. sun, dän. søn, schwed. son. vgl. skr. sūnú, altslov. synŭ, lit. sūnus (die in der quantität des stammvokals allerdings abweichen) und das ferner stehenden gr. ὑιός. schwache formen finden sich im ags., fries. und nd. (s. auch Braune a. a. o. 552). das im nordischen und friesischen auftretende o ist aus einem alten wechsel zwischen u und o bei der declination zu erklären, das o stammt aus dem genitiv. das nhd. o dagegen ist zunächst auf nd. und md. gebiete durch den folgenden nasal hervorgerufen. v. Bahder grundl. 186 ff. o ist z. b. schon bei Herbort von Fritzlar durch den reim gesichert: gewon : son 118, vgl. die anmerkung hier und zu 881. zu beachten ist auf md. und nd. gebiet die form sone und die auch in neuerer zeit hin und wieder auftretende schwache flexion: dat die sone behilt des vader recht. Sachsensp. 3, 73, 2;
sinen sonen (acc. sing.).
zo dher dhuteschen kronen.
braunschw. reimchr. 1000;
is dî lêf dîn sone,
hâle on dat he mit uns wone.
van S. Marinen 59;
lêve sone, gâ sunder beiden.
van deme holte d. h. cruzes 54;
den sonen mit dem vader.
des dodes danz 1418.
mit s gebildeter plural:
in der warlt let he dre sons wol bekant.
holst. reimchr. (d. chr. 2, 2, 631, 189;
hadde twe sanes.
633, 9).
vgl. weiter zur formentwicklung: dasz der erst geporne sone regieren solt. Agricola sprichw. (1534) V 4ᵇ;
Abraham sagt, o suͦne mein.
Wickram irr. reit. pilger 88ᵃ;
hilf Jesu, Marie sone.
Uhland volksl.² 111 (74, 21);
ach sohn, ach lieber sohne mein.
wunderh. 1, 130 Boxberger;
durch Jesum Christum, seinen son.
der gnug hat für sein sünd gethon.
Sachs 11, 240, 15 Keller-Götze.
die alte hochdeutsche form sun wird in der schriftsprache im 16. jahrh. durch das md. nd. sohn verdrängt. einige beispiele für die ältere form: Albrechten von München mit seinen sünnen. d. städtechron. 25, 317, 23 (Augsburg); drey sün. Pontus (1498) h 4ᵃ; meine sün. d. städtechron. 23, 215, 9; über alle süne der hoffart. Keisersberg hell. löw a 2ᵃ.
damit jr suͦn. (sing.) behertziget macht.
Schwarzenberg 147ᵃ (1535);
suhn Dasypodius; suns sun Maaler 396ᶜ. schon aus den unzureichenden angaben der idiotiken ergiebt sich, dasz in den oberd. mundarten noch heute die alte form mit u herrscht: suhn Stalder 2, 376; sun Bühler Davos 1, 144. 2, 53; Hunziker 243 aber hat son. sun Schmeller 2, 295; sūn Lenz wb. d. Handsch. dialects 66ᵃ. sūn Lexer 234; sūn, suan (vgl. mhd. suon) Zingerle 54ᵃ (daneben aber werden aus Südtirol die formen sön, schon verzeichnet, die wol aus der schriftsprache stammen). sun cimbr. wb. 238ᵇ. Frommanns zeitschr. 5, 254, 52 (Kärnten); ebenso auch in der nähe des mhd. sprachgebietes, im fränk.-henneb. (Frommanns zeitschr. 3, 407, 164), in Nürnberg (6, 95), in Böhmen 6, 510. Baierns mundarten 1, 427. auch im md. (im östlichen gebiet) finden sich formen mit u, vgl. v. Bahder grundlagen 188; im nd. dagegen tritt u im westen auf, im westfälischen (Woeste 262ᵃ, nd. korresp. bl. 11, 3), in Waldeck (nd. korresp. bl. 11, 29); die reinen nd. mundarten haben o oder einen aus dem plural eingedrungnen umlautsvocal, der auslautende vocal ist selten erhalten: sön, pl. sönen, sö͏̂ns. ten Doornkaat Koolmann 3, 257ᵃ, sö͏̂n Schütze 4, 157. Dähnert 442ᵃ; sä̂n Frischbier 2, 343ᵇ; sone Schambach 202ᵃ; söne brem. wb. 4, 919.
1)
im gewöhnlichen sinne: eyn suhn uberkommen. Dasypodius; die ersten söhne, die besten. Henisch 931, 31; der sohn gereth nach seinem vatter. 1506, 21; de sone slacht na dem vader, de dochter na der moder. Tunnicius 607; besser der sohn hure, denn die tochter. Henisch 323, 36; unigena, ein einiger sohn. Corvinus fons lat. 296ᵃ; ächter, unächter son. Stieler 2056; einiger son ebenda. rechter ehelicher sohn. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 831ᵇ; einer, eintziger sohn. ebenda; keinen sohn hinterlassen. Steinbach 2, 603; der sohn im hause. Frisch 2, 284ᵇ; erst-, eingebohrner sohn. ebenda; natürlicher sohn, nachgeborener sohn; rechtschaffener leute sohn; von einem sohn entbunden werden, genesen; er ist der ächte sohn seines vaters; er ist ein guter sohn, anhänglich an die ältern; leiblicher sohn; wer seiner ruten schonet, der hasset seinen son, wer jn aber lieb hat, der züchtiget jn bald. spr. Sal. 13, 24; Elisabet deine gefreundte, ist auch schwanger mit einem son. Luc. 1, 36; und sie gebar jren ersten son. 2, 7; dero herr sohn haben ein aug auf meine tochter. Schiller kab. u. liebe 1, 1; (eines) volten- und hokuspokussohnes (eines untergeschobenen sohnes). J. Paul komet 1, 8;
diu frouwe an rehter zît genas
eins suns.
Parz. 57, 16;
hie wart ein mære sâ zehant:
diu guote marschalkinne
læge eins sunes inne.
Trist. 50, 12;
wie meinem son geschach auch ye.
H. Sachs fastn. sp. 1, 11, 368 neudruck;
was sich vom sohn zum enkel fort erzählt.
Schiller braut v. Mess. 1, 4;
sohn, da hast du meinen speer;
meinem arm wird er zu schwer.
Fr. L. Stolberg 1, 44 (entstellt: sohn, da hast du meinen speer, reite darauf hin und her. Wander sprichw.-lex. 4, 595, 52);
deine söhne suchen deinen sohn auf.
Platen 323ᵇ.
keines menschen sohn, niemand: was er wirklich ist, hat keines menschen sohn erfahren. Schiller 4, 222. meiner mutter sohn = ich.
wohlfeiler als um einen derben schmatz
wird meiner mutter sohn sich nimmermehr ergeben.
Wieland 18, 157 (Pervonte II);
ergreifend:
Gretchen: wer liegt hier? volk. deîner mutter sohn.
Göthe 12, 196.
in poetischer sprache ausgelassen:
Joel, Samma's erster, nun einziger.
Klopstock Messias 11, 1343.
(bei Wulfila in anlehnung an das griechische. Grimm gr. 4, 718.) den oolen sin sön, jemand den man nicht nennen will. Schütze 4, 157; sönes glück, neige vom essen oder trinken, wenn sie an eine verehlichte person kommt. Dähnert 442ᵃ; help god to'm jungen sȫn, wunsch an eine verehlichte person. ebenda; help god to'm jungen sȫn, wunsch an eine niesende ehefrau. ebenda. bildlich: einen jungen sohn bekommen, durch einen wechsel (geldwechsel) erfreut werden. Kluge studentenspr. 126ᵇ. der verlorne sohn, ein auf abwege geratner, verkommner, reuig zurückkehrender (nach Luc. 15: er war verloren, und ist wider funden): pfui, du wirst doch nicht gar den verlorenen sohn spielen wollen? Schiller räuber 1, 2. J. Paul komet 2, 108 bildet verlorne sohn-braten. sohn des herzens, besonders lieber sohn. sohn der schmerzen (vom leiblichen sohne):
sohn der schmerzen, sag' nicht nein.
Müllner 29. febr. 7.
zum sohn annehmen. Frisch 2, 284ᵇ (jemanden in das verhältnis eines leiblichen sohnes einsetzen); an sohnes statt annehmen. pflegesohn, ein zur erziehung angenommenes fremdes, männliches kind. stiefsohn, sohn des gatten oder der gattin aus andrer ehe. directer abkömmling: Jhesu Christi, der da ist ein son Davids, des sons Abraham. Matth. 1, 1; die menschen heiszen söhne Adams.
2)
pflege-, stiefsöhne werden auch einfach sohn genannt:
verwahren sie sich, prinz, dasz sie es nie,
wie sehr sie ihrem sohn miszfällt, erfahre.
Schiller don Karlos 1, 1.
ebenso der schwiegersohn. Schmeller 2, 295. da tochterman auch son, und sons weib, auch tochter heiszet. Luther 8, 126ᵃ. die gläubigen, gerechten sind söhne gottes: so wirstu sein, wie ein son des allerhöhesten. Sir. 4, 11; ist der gerecht, gottes son, so wird er jm helffen. weish. 2, 18;
die Satans kerker vor beschlosz,
die werden frei und söhne
desz, der da trägt die höchste kron.
Gerhardt 326 Gödeke;
die sünder und ungläubigen sind söhne des teufels. der priester nennt den, dem er die beichte abnimmt, besonders wenn es sich um ein dauerndes verhältnis handelt, seinen beichtsohn, ebenso der geistliche lehrer seinen früheren schüler: Timotheo meinem rechtschaffen son im glauben. 1 Tim. 1, 2. die kirche betrachtet sich als die mutter der gläubigen: ein treuer sohn der kirche. zur bezeichnung eines besonderen verhältnisses des vertrauens:
der könig schenkte mir sein herz. er nannte
mich seinen sohn.
Schiller don Karlos 4, 21.
mein sohn in vertraulicher anrede ist sehr gewöhnlich und wird in mannigfaltiger anwendung gebraucht, z. b. vom lehrer gegen den schüler, dem vorgesetzten gegenüber dem untergebenen (im heer), dem herrn gegenüber dem knecht, dem ältern gegenüber dem jüngern, dem erfahrnen gegenüber dem neuling u. s. w.: da nun Jhesus jren glauben sahe, sprach er zu dem gichtbrüchigen, sey getrost, mein son. Matth. 9, 2; mein sohn, sagte der stallmeister zu Friedrichen, du bist ein braver junge. Göthe 18, 225; wo bist du her, mein sohn? (sagt der werbeoffizier zum rekruten) Hebel 2, 206. auf der herberge redet der geselle wirt und wirtin mit vater und mutter an und wird von ihnen sohn genannt, ebenso ists auf der landsknechtsherberge: lieber mein son, hastu lust, wein zuͦ bezalen. Wickram rollw. 65, 13 Kurz. der henker bezeichnet sein opfer als seinen sohn: inn Italien musz der hencker seinen henckmessigen son, zuvor zu guter nacht küssen. Fischart Garg. 68 neudruck.
3)
'sohn, wurde in einer gewissen familie vor dem geschlechtsnamen gesetzt ... Melchior sohn zu Elz.' Frisch 2, 284ᵇ nach einer quelle des 16. jahrh. gemeint ist doch wol ein jüngerer herr des geschlechts, der sein erbe noch nicht angetreten hat. Schmeller 2, 295 vergleicht den gebrauch von fils, enfant, span. infante.
4)
auszerordentlich zahlreich sind verbindungen mit dem genitiv in gehobener sprache, in denen sohn im freieren sinne gebraucht wird. zur bezeichnung der herkunft: ein sohn Berlins, sohn der berge, der steppe, der wildnisz, Deutschlands söhne; allgemeiner zur hervorhebung menschlicher vergänglichkeit: sohn der erde, des staubes, anders gewendet: sohn der flüchtigen stunde. der chinesische kaiser heiszt sohn des himmels. der student trägt den ehrennamen musensohn. in anderen verbindungen soll zusammenhang, zugehörigkeit, die entstehung der eigenart, des lebensganges oder schicksales gekennzeichnet werden: sohn des glücks, des unglücks, der freiheit, des kummers, des unglaubens u. s. w.; er ist ein rechter sohn seiner zeit, erhält durch die zeit sein bestimmtes gepräge. vgl. die verwendung von kind oben th. 5, sp. 719 ff.; beispiele für diesen freieren gebrauch von sohn: als eynen sun der ungehorsam und bosheyt. Luther 15, 258, 7 Weim. ausg.; mechanische widerhaller seiner worte, aber keine söhne und erben seines geistes. Wieland 27, 126; der sohn des gebirgs. Klinger 6, 298; der letzte sohn des jammervollsten gewerbes (ein schornsteinfegerjunge). Göthe 31, 254; er nannte sich sohn des himmels, wie wir günstlinge des glücks, söhne des glücks nennen. Schiller 9, 138; der künstler ist zwar der sohn seiner zeit, aber schlimm für ihn, wenn er zugleich ihr zögling oder gar noch ihr günstling ist. 10, 300; dasz der graf, gleich gott alle seelen liebend, auch wie einst gott sich meine zum sohne des herzens erwählte. J. Paul flegelj. 1, 140;
ihn, des kummers müden sohn.
Bürger 72ᵇ;
selten winket ihr (der liebe) stab, selten enthüllet sie
sich den söhnen des staubes.
Hölty 107 Halm;
wenn ich gleich dein sohn nicht bin,
o Harz.
Gökingk 1, 327 (1780);
der bräutigam, des krieges sohn,
der ehre knecht verläszt sie schon.
Gleim 3, 170 (1811),
ha! um den einst ströme bluts zerflieszen,
wem's gebühr' ihn pralend sohn zu grüszen,
fand im leben keine vaterstadt.
Schiller 1, 220;
kein sohn
des morgennimmerseyns soll diesen mund berühren.
334;
ich, sohn des unglücks, zeige mich.
don Karlos 2, 8;
der mensch, der flüchtige sohn der stunde.
braut v. Mess. 3, 5;
tröste warm des kummers sohn.
Seume ged. (1826) 12;
willst du, dasz dir der sohn des berges diene?
Tieck 1, 218;
sei mir gegrüszt, du sohn von groszen thaten.
ebenda;
ich bin der empörten zeiten
unmächtiger, bangender sohn.
Chamisso 3, 298 (1836);
mir ward zu theile
der nachlasz von dem sohn der wüstenei.
4, 155;
der sohn der erde tritt in die natur.
Grillparzer⁵ 2, 35;
und es schwieg der sohn der lieder,
der am fusz des thurmes sasz.
Uhland ged. 194 (1864).
von unpersönlichem:
ein schlückchen auf den weg vom heiszen traubensohn.
Schiller räuber 4, 5 schauspiel;
wann wir einst der sonne sohn
den ruhegeber, unsern letzten tag,
mit ungestörtem glück
vollenden werden.
Herder 26, 194 Suphan;
irrthum (ist) auch der übereilung sohn.
Göthe 9, 347.
der dichter nennt sein werk seinen sohn:
tanzet nun, in lust verloren,
ihr, der liebe goldne horen,
tanzt um meinen schönsten sohn.
Bürger 75ᵇ;
nimm, o sohn, das meistersiegel
der vollendung an die stirn.
ebenda.
vom werke des bildhauers:
mag der Grieche seinen thon
zu gestalten drücken,
an der eignen hände sohn
steigern sein entzücken.
Göthe 5, 20.
5)
Christus ist gottes sohn, gottes eingeborener (unigenitus, einziger) sohn: das du uns sagest, ob du seiest Christus, der son gottes. Matth. 26, 63; er gleubet nicht an den namen des eingeboren son gottes. Joh. 3, 18;
gott vater, sende deinen geist,
den uns dein sohn erbitten heiszt.
P. Gerhardt 173 Gödeke;
sohn unflectiert: die güttigkeyt des son gottes, und seiner lieben frewndt. Müntzer hoch verurs. schutzrede 24 neudr. (1893). der sohn Davids in der verheiszung: von der geburt Jhesu Christi, der da ist ein son Davids. Matth. 1, 1. der sohn der jungfrau nach seiner wunderbaren geburt:
nû loben wir die süeʒen maget,
der ir sun niemer niht versaget.
Walther v. d. V. 78, 33;
er selbst nennt sich des menschen sohn: das jr sehen werdet des menschen son sitzen zur rechten der krafft. Matth. 26, 64; des menschen son, der im himel ist. Joh. 3, 13 (es kam einer in des himels wolcken, wie eins menschen son. Dan. 7, 13). innerhalb der dreieinigkeit heiszt er gott der sohn, gott sohn, auch allein der sohn: gott der sohn. Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 831ᵃ; wer den son nicht ehret, der ehret den vater nicht, der jn gesand hat. Joh. 5, 23;
hinnen fuor der sun zer helle
von dem grabe, da'r inne lac.
Walther v. d. V. 15, 27.
6)
sohn auf die thierwelt übertragen: sá hestr var sonr Hvítings ok var alhvítr at lit. Bjarnars. Hitd. kap. 27; vgl. Bosworth-Toller dict. sp. 937ᵇ (sunu II); er wird sein füllen an den weinstock binden, und seiner eselin son an den edlen reben. 1 Mos. 49, 11; in der sprache des pferdesports, bei dem die abstammung einer genauen kontrolle unterliegt, sind sohn und tochter durchaus die regelrechten ausdrücke. im allgemeinen sprachgebrauche wird die übertragung eines menschlichen verhältnisses immer stark empfunden, wenn sohn bei tieren angewandt wird:
so sagt' ein reh zu seinem sohne.
Lichtwer fab. 3, 17.
7)
der nebenschosz einer rebe, eines baumes wird sohn genannt. Hunziker 243; anders bei Stalder: hauptast eines baumes im gegensatze zu den nebenästen. 2, 376; söhne ziehen, absenker machen (obstbau). söhne, senkreben. Nemnich.
8)
Nemnich führt im wörterbuch der naturgeschichte als name für oenothera biennis (gelbe rapunzel) auf: der sohn nach dem vater. unter dem lat. namen bringt er aber diese zweifellos irrthümliche bezeichnung nicht. andrerseits wird nach Wagners archiv 275 der huflattig (tussilago farfara) sohn vor dem vater genannt werden, weil die blüte eher als die blätter zum vorschein kommt. Pritzel-Jessen kennen diese namen nicht.
Zitationshilfe
„sohn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sohn>, abgerufen am 18.11.2019.

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