Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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söcker, m.

söcker, m.
der sich der bequemen haustracht der socken gebraucht wie ein fauler oder kranker, bild eines der zu bequem ist, um rechte arbeit zu leisten: gehorsam ist aller tugent krone und ehre, aber wenn faulwitz drinnen erfunden wird, so hat sie der melthaw (oder wie es Esaias nennet) der faulwitz verderbet, und werden eitel suddeler, hümpeler, söcker draus, die viel verseumen, und niemand nichts zu liebe oder tanck machen noch thun künnen. Luther 6, 147ᵃ. bei den erklärungsversuchen des wortes in der zeitschrift für deutsche philologie (26, 52. 27, 58. 29, 273) hat John Meier (27, 61 f.) das richtige gesehen; vgl. auch söckler.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1393, Z. 59.

soker, m.

soker, m.
name eines raubvogels: etliche Teutschen nennend disen (den meeradler, fischadler) ein soker. Geszner-Heuszlin vogelb. 9ᵃ (1582). soker-, sakerfalk, auch der saker ist ein andrer raubvogel. Nemnich unter falco sacer. soker, saker ist nichts als das lateinische sacer; der vogel heiszt engl. the sacre, franz. sacre.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1427, Z. 6.

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Zitationshilfe
„soker“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/soker>, abgerufen am 26.10.2021.

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