Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

somer, sömer, m.

somer, sömer, m.
1)
nebenform zu säumer, saumthier, s. theil 8, 1915 und Scherz-Oberlin 1518.
2)
balken, pfahl, nd. wort, mnd. sömer 'ein langer, schlanker pfahl oder baum'. brem. wb. 4, 918: soͤmere unde stelleholt unde wat se van holte to arbeyde behoͤven. urk. v. 1379 bei Schiller-Lübben 4, 289ᵇ. westfäl. soͤmer dicker balken; grober mensch. Woeste 248ᵃ. — als technischer ausdruck beim baugewerbe: söhmer, schlenker 'lange leichte stücken holz zum unterlegen bei stellagen gebräuchlich'. Jacobsson 4, 184ᵇ. besonders im schiffsbau, hier meist in der form sommer, dem krommer entgegengesetzt. Campe. sommers 'gerade balken oder bäume im gegensatz zu allem krummholz'. Bobrik 641ᵃ.
3)
s. sommer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1508, Z. 10.

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Zitationshilfe
„somer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/somer>, abgerufen am 24.10.2021.

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