Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerbaum, m.

sommerbaum, m.
1)
bezeichnung der jungen geschmückten tannenwipfel, die in einigen gegenden, so in Schlesien, am sonntag Lätare von kindern und jungen leuten unter gesang umhergetragen werden. Adelung. vgl. sommer II, 11.
2)
baum, der nur im sommer ausdauert. Campe oder grünt:
und wie, wenn alle sommerbäume grün
dastehn und blühn,
die blätter dieses einz'gen baumes (der stechpalme) nie
so glühn, wie sie,
doch spät im öden winter uns allein
mit ihrem dunkeln immergrün erfreun.
Freiligrath 2 (1886), 65.
3)
in Oesterreich heiszt so die stechpalme, ilex aquifolium, weil ein abgeschnittener zweig samt den roten beeren den ganzen winter hindurch frisch und grün bleibt. Höfer 3, 145.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1521, Z. 8.

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Zitationshilfe
„sommerbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerbaum>, abgerufen am 23.10.2021.

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