Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerblume, f.

sommerblume, f.
bezeichnung der blumen, die im sommer blühen, zum unterschiede von frühlings- und herbstblumen. Adelung, sommerblumen, flores aestivi. Frisch 2, 286ᵃ. Stieler 203, mhd. sumerbluome, schw. m., dann f.:
swer nû gerne sumerbluomen schouwet,
der kume bereit
ûf die grüenen heide breit.
Haupts Neidhart 131;
Neydhart, der dienst bedanck ich mich
wil in gnaden bedencken dich
gehabter müh, dasz du bist kummen
uns anzeygt die erst sommer-blumen,
welche entspringen in dem mayen.
H. Sachs 17, 202, 22 Keller-Götze;
hast du ein zorniges mütterlein,
so bind dein fingerlein zu
und sprich: dich hab gestochen
wol eine sommerblum.
Uhland volksl.² 194 (nr. 112), 4;
dann suchen enkel deine gruft,
und weinen thränen drauf,
und sommerblumen, voll von duft,
blühn aus den thränen auf.
Hölty 188, 63 Halm;
ein kränzlein möcht' ich sehen
gewunden um dein haupt,
nicht bunt von sommerblumen,
nicht immer grün belaubt;
von hellen weiszen perlen
soll es geflochten sein.
W. Müller ged. (1868) 1, 28;
die beete, mit buchsbaum eingefaszt, waren mit sommerblumen besetzt, mit den altheimischen bewohnern unsrer gärten. Freytag hdschr. 1, 90. knollige sommerblume, helianthus tuberosus. Pritzel-Jessen 178ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1522, Z. 5.

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Zitationshilfe
„sommerblume“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerblume>, abgerufen am 18.10.2021.

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