Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerfeld, n.

sommerfeld, n.
ager vernalis. Stieler 464, arvorum pars in quae post hiemem grana feruntur. Frisch 2, 286ᵃ, feld, das im frühjahr mit sommergetreide bestellt wird, das bei der dreifelderwirtschaft im jahre vorher winterfeld war und im jahre darauf brachfeld wird. öconom. lex. (1744) 2733. Adelung. Jacobsson 4, 186ᵇ. vgl. Heyne hausaltertümer 2, 12: item zu s. Martinstag soll ein ieglicher anheben sein acker zu vermachen, der uf den weg stossen hat, das er uf dem jahrstage vermacht sei im winterfeld; .. und das sommerfeld soll zu s. Jorgentag vermacht sein bei der obgeschriben poen. weisth. 1, 456 (Straszheim bei Sachsenheim, um 1500); die andern (äcker eines landguts mit dreifelderwirtschaft) werden genannt das sommer-feld, darinnen man im frühlinge allerlay sommergetraide, als gersten, haber, erbsen, hirse, heide-korn, lein und hanff pfleget auszusäen. Hohberg 3, 2, 15ᵃ; gerade nach 1200 fing der bauer an seinen acker sorgfältiger zu bestellen, es scheint um diese zeit aufgekommen zu sein, dem sommerfeld vor der saat die zweite furche zu geben. Freytag 18 (1897), 51. redensart: sie ist ins sommerfeld gesprungen, ist vor der ehe schwanger geworden. Frischbier 2, 344ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1525, Z. 7.

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Zitationshilfe
„sommerfeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerfeld>, abgerufen am 22.10.2021.

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