Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerflur, f.

sommerflur, f.
1)
flur, die mit sommerfrucht bestellt wird, die bei der dreifelderwirtschaft im jahre vorher winterflur war und im jahre darauf brachflur wird. Adelung, schon aus dem 14. jahrh. bezeugt (anscheinend als m., vgl. mhd. vluor, m.). vgl. sommerfeld: er (der meier des probsts) sol haben stier gnüg, die dem dorf nütz sein, und die selben stier sol er im winterflür lassn gan bisz sant Jorgen tag ôngeverlich. item nach sant Jorgen tag soll ers triben in sumerflur bisz sunwenden ôngeverlich. weisth. 6, 225 (Schwaben, Allerheim bei Holzkirchen).
2)
flur im sommer, sommerliche flur:
der arme knabe irrte lang'
auf weitem feld im sonnenstral,
ward durstig, sah' nach einem quell,
sich zu erquicken. keiner war
auf dieser sommerflur.
Schubert 2 (1787), 41.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1526, Z. 48.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
skoristerei sommertagstraum
Zitationshilfe
„sommerflur“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerflur>, abgerufen am 25.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)