Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommergemach, n.

sommergemach, n.
gemach, das nur im sommer benutzt wird, von Campe als dichterisch bezeichnet: die sommergemach (eines meierhofs) sollen gegen sud, die man im früling und herpst brauchet, gegen ost gerichtet werden. Sebiz 33;
das getefelt summergemach.
H. Sachs bei Campe;
da (in einer handelsstadt an der Ostsee) sein die heuser bey der thür
gebawt mit einem steinen schür (vordach, vorbau),
mit gsessen, zwifach, dreifach hoch:
das habens vor ein sommer gmach
mit grünem reis gedecket fein
vor die hitz und den sonnenschein.
Waldis Esop 4, 59, 16 Kurz;
freier:
und was soll sein dein sommergemach,
wo wir uns traulich finden?
'ein frischer, blumiger, heller bach
im schatten breiter linden'.
Hoffmann v. Fallersleben ged.⁹ 215.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1529, Z. 11.

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Zitationshilfe
„sommergemach“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommergemach>, abgerufen am 21.10.2021.

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