Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommergesang, m.

sommergesang, m.
gesang, der beziehung zum sommer hat.
1)
verbal: der sommergesang der vögel, ihr singen zur sommerzeit. ähnlich: sie hörten auf den sommergesang der bienen, der tönend aus dem mit blüthen überschneiten baume zu ihnen herabklang. Storm ges. schriften 12 (1882), 185. eine verbale bedeutung liegt auch wol der verwendung in der folgenden stelle zu grunde: als die in die unermeszlichkeit entrückten töne gleichsam wie abendsterne des untergegangenen glanzes, wie herbststimmen des wegziehenden sommergesangs in die sehnsüchtige seele hineinriefen. J. Paul Hesp. 3, 240.
2)
lied, im sommer zu singen: sommergesang, überschrift des gesangs 'geh aus, mein herz, und suche freud'. P. Gerhardt 239 Gödeke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1529, Z. 55.

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Zitationshilfe
„sommergesang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommergesang>, abgerufen am 26.10.2021.

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