Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommergetreide, n.

sommergetreide, n.
getreide, das im frühjahr gesät und im selben jahr geerntet wird, im gegensatz zum wintergetreide. Adelung. Jablonski lex. 727ᵃ, sommergetreid, fructus trimestres. Corvinus fons latinit. 1 (1660), 281ᵇ, sommergetraide öcon. lex. (1744) 2733, sommer-geträid Frisch 2, 286ᵃ, schon mhd. bezeugt als sumergetraid: die jungen tauben sint aller pest und aller gesündischt in dem lenzen, sô man daʒ sumergetraid sæt, und in dem herbst, so man daʒ wintergetraid sæt, darumb, daʒ si danne neur des korns lebent. Megenberg 181, 25; sommer - geträide lohnet allezeit besser in nidrigen äckern, dann das winter-geträide. Hohberg 3, 2, 21ᵃ; nun (im november) ist die beste zeit den hasen zu jagen, weil er weiter nicht mehr setzet, oder sich mit jungen vermehret, gleichwohl aber von dem sommer-geträyde, und anderer vielfältigen nahrung feiste worden, und gut ist. Fleming teutsch. jäg. 395ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1530, Z. 3.

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Zitationshilfe
„sommergetreide“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommergetreide>, abgerufen am 26.10.2021.

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