Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerglut, f.

sommerglut, f.
glühende sommerhitze: wann die sommerglut überall brannte. E. Wagner bei Campe;
dasz ich, athmend sommerglut,
von der rose düften trunken,
an der erde je geruht,
ist dem geiste wie versunken.
Rückert ges. ged. 1, 73;
die blume, die im fasse ruht,
die trotzt der dürren sommerglut
in ihrer kühlen klause.
W. Müller ged. (1868) 2, 52;
sie zeigen ihr kornblumenhänge.
verweilen will sie. 'fort von hier!'
rufet die alte kön'gin strenge,
'phantome sind's der sommergluth'.
Immermann 13, 195 Boxberger.
übertragen:
was frommen meine goldnen jahre,
des vollen lebens sommergluth,
grau macht der kummer meine haare,
zur faulen lache wird mein blut.
Schubart ged. 1 (1787), 122;
sommerglut und frühlingsmilde,
streit und friede wechseln hier
vor dem stillen götterbilde
wunderbar im busen mir.
Hölderlin 1, 152 Köstlin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1530, Z. 58.

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Zitationshilfe
„sommerglut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerglut>, abgerufen am 28.10.2021.

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