Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerhuhn, n.

sommerhuhn, n.
im sommer zu entrichtendes zinshuhn. Adelung ('in einigen gegenden'), mhd. sumerhuon. Lexer mhd. handwb. 2, 1298: item in denselben gerichten haben die hern von Rienneck sechss hube, der gibt ye die hube jerelichen zu gulte uff das hawss zu Wildenstein ein malter korns burgkmass, ... und ye die hube ein gans, und ein voigthun, und ein somerhun. weisth. 3, 528 (Franken, v. 1354); auch ist ime (dem grafen Michel zu Wertheim) gewiesen worden von den güttern, die nit sein eigen sein und doch in dem gericht liegen, somer hüner, gewalthüner, frontag und atzung. 6, 387 (Lützelbach bei Höchst, v. 1421); und wer in dem dorff sitzet, der gibt ein fassnachthun und dry sommerhuner, und sitzet mym junckernn zu dienst und zu bede und zu allenn gebodenn. 3, 493 (Wetterau, v. 1453).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1534, Z. 58.

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Zitationshilfe
„sommerhuhn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerhuhn>, abgerufen am 23.10.2021.

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