Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerland, n.

sommerland, n.
1)
in älterer sprache als bezeichnung des orients: so bald der fröhliche frühling anbricht, kommen wir (störche) ausz dem sommerland, über berg und thal, land und meer wieder angezogen. Phil. Lugd. 3, 249;
er (der kranich) blieb itzund im grünen grasz
und wenn der herbst würd kalt, und nasz,
schwüng er sich hoch hin in die lufft,
nehm nach dem sommerland zuflucht.
Rollenhagen froschm. (1595) E 6ᵃ.
2)
sommerliches land in allgemeinem sinne:
von rotem golde taut das sommerland
die reb' am fenster und die kammerwand (im abendsonnenschein).
Keller 9 (1900), 42.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1539, Z. 6.

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Zitationshilfe
„sommerland“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerland>, abgerufen am 28.10.2021.

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