Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerlied, n.

sommerlied, n.
carmen aestivum. Stieler 1161, lied auf den sommer. Campe, für den sommer: Gerhardische sommerlust oder erklärung des sommer-liedes: geh aus ... von G. H. Götzen, titel eines 1726 zu Lübeck erschienenen buches. vgl. Gödekes ausg. d. gedichte v. P. Gerhardt 239 anmerkg.;
er (der fuhrmann, der den erntewagen fuhr) fühl't in der gereitzten brust
ein' andachts-gluht, ein freuden-feuer, glimmen,
und fing gleich an, vor gott-geweih'ter lust,
diesz sommer-lied dem schöpfer anzustimmen.
Brockes 1 (1739), 82.
in Schlesien als bezeichnung der lieder, die die sommerkinder am sonntag Laetare zum empfange des sommers singen. Weinhold 90ᵇ. vgl. sommer II, 11 oben sp. 1515 unten. freier vom gesang der vögel, vom zirpen der grille im sommer:
steh auf, du mattes feld,
aus deinem trauerzelt,
steh auf und lasz nun wieder
die süszen sommerlieder
zu deines schöpfers ehren
mit lust und freuden hören.
Gerhardt 18, 34 Gödeke;
komm! dich beim nachtigallenklagen härm',
und dich ergötz' am sommerlied der grille!
Rückert ges. ged. 2, 300, 10.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1545, Z. 1.

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Zitationshilfe
„sommerlied“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerlied>, abgerufen am 27.10.2021.

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