Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerroggen, m.

sommerroggen, m.
roggen, der als sommergetreide gebaut wird, secale vernum. Nemnich 2, 1269, sommerrocken Adelung. Campe (vgl. winterroggen): sommer-roggen wird in alten mist gesäet, darinnen ein- oder zweymal korn gestanden. Hohberg 3, 2, 22ᵃ, in sprichwörtlichen wendungen:
sommerroggen und ziegenmist
laszen den bauern wie er ist.
Simrock 452, 9579,
d. h. beides bringt wenig gewinn; ähnlich in der Altmark:
sommerrogg'n un zägenmess
frëten den bûr ass hê iss.
Danneil 251ᵇ.
andrerseits heiszt es niederrhein.:
sommerroggen ist gute frucht,
wer es nur mit ihm versucht.
Wander 4, 609.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1554, Z. 21.

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Zitationshilfe
„sommerroggen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerroggen>, abgerufen am 25.10.2021.

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