Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerrose, f.

sommerrose, f.
im sommer blühende rose. Campe:
im weste kühlest du (gott), vergnügst mit sommerrosen.
Göttinger musenatm. a. 1772 37;
manche sommerrose spaltet
schon im maymond ihre (der Venus) hand.
ebenda a. 1774 63 (Bürger nachtf. d. Venus 3);
wie sommerrosen welkt er (Damon) hin.
ebenda a. 1775 110 (Miller d. mitleiden);
mir (dem blinden Milton) nur kehrt
der tag nicht wieder, noch der süsze morgen,
der schöne abend, nicht der frühlings-anblick
mit jungen blüthen, nicht die sommerrose.
Herder z. rel. u. theol. 1, 85.
knollige sommerrose ist ein name der auch knollige sommerblume genannten pflanze helianthus tuberosus. Pritzel-Jessen 178ᵇ. sommerrösslin (doch wol = röslein) wird bei denselben 56ᵇ als im Erzgebirge übliche bezeichnung des gänseblümchens, bellis perennis angeführt. sommerröschen heiszt eine apfelsorte, rosette d'été. Nemnich. vgl. sommerapfel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1554, Z. 34.

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Zitationshilfe
„sommerrose“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerrose>, abgerufen am 20.10.2021.

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