Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerstand, m.

sommerstand, m.
1)
ort, wo sich wild im sommer aufzuhalten pflegt. Adelung. Jacobsson 4, 187ᵃ. Behlen 5, 631. Kehrein weidmannsspr. 274: sie (die focken, vögel) ziehen auch gleich den trappen von ihren sommerständen eine ecke weg, finden sich aber im frühlinge zu ihrer bruth bey rechter zeit wieder ein. Döbel jägerpract. 1, 47ᵇ; sommerstand des wildes. dieser ist mehrentheils in starken dicketen und in den getreidern, um vor dem geschmeisz ruhe zu haben, und in der kühle zu seyn. Heppe wolred. jäger 279ᵇ. unterschieden vom winter-, frühling-, herbststand: wo die hirsche sich einmal gewöhnen, ihren winter-frühling-sommer- und herbst-stand zu haben, da pflegen sie fernerhin solchen zu halten. Döbel jägerpract. 14ᵃ.
2)
anzahl des wildes im sommer. Kehrein weidmannsspr. 274, auch wol von andern nach den jahreszeiten wechselnden beständen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1558, Z. 20.

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Zitationshilfe
„sommerstand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerstand>, abgerufen am 17.10.2021.

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