Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommertheil, m., n.

sommertheil, m. n.,
aus älterer sprache in verschiedenen gebrauchsarten bezeugt.
1)
sumer- und winterteil des mettenpuechs, im sommer oder winter zu lesender theil. quelle von 1346 bei Lexer mhd. handwb. 2, 1300.
2)
sommertheil der kirche, im gegensatz zum wintertheil, wol die südseite. Lexer mhd. handwb. 2, 1300. vgl. sommerseite: so han die burger das recht, wan sie die kirchen neu sparrent, so soll sie mein frau (die äbtissin von Erstein) decken, und darnach mein frau das wintertheil decken und die burger das sommertheil und der kirchherr den chor. weisth. 5, 455 (Unterelsasz, Romanswiller, v. 1344); min froͤwe (die äbtissin von Erstein) sol oͮch dechken das winterteil, der bischoff von Basel das sumerteil, und der kilcherre den kor. 4, 158 (Volgelsheim bei Neubreisach, ausgg. des 14. jahrh.).
3)
sommerteil, aestas iniens, media, et senescens. Stieler 2269, also theil des sommers. vgl. sommer II, 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1561, Z. 30.

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sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sommertheil“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommertheil>, abgerufen am 26.10.2021.

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