Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommertraum, m.

sommertraum, m.
sommerlicher traum, traumhaft schönes, weltentrücktes leben im sommer:
uns (blumen) weckt der lenz, begräbt des herbstes schauern;
dazwischen liegt der liebe sommertraum.
Rückert 3 (1882), 110;
erica! wie sasz ich trübe
in des krankenzimmers raum —
sieh, da grüszt aus deinen glöckchen
mich's wie heller sommertraum.
Scherenberg ged.⁵ 130.
mit bildlicher bedeutung von sommer (vgl. dies II, 13):
gib nicht im frühling muntrer jahre
verblendeten begierden raum;
und überlasz den geiz der kindheit grauer haare
dem stolz der ehre sommer-traum.
Uz 359, 70 Sauer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1562, Z. 32.

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sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sommertraum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommertraum>, abgerufen am 20.10.2021.

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