Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommervögelchen, n.

sommervögelchen, n.,
deminutiv zum vorigen, im sinne von 1:
ein sommer-vögelchen, wenn es die morschen schalen
des dattel-kerns zertrennt,
bricht aus der finsternusz, genieszt der sonnen stralen.
Brockes 1 (1739), 174;
als ich im garten jüngst durch dicke erlen ging,
und mit geöffneter, drauf schnell geschloss'ner hand
ein sommer-vögelchen, das flatternd floge, fing.
175;
so, dasz wir dattel-kern und raupe können
vom sommer-vögelchen, mit recht, zwo masken nennen.
7 (1746), 317;
dieses schöne olivenbraune sommervögelchen (der brombeerfalter), welches die stillen waldwiesen liebt und gern auf sonnigen gesträuchen ruht, war in unserer baumlosen gegend eine seltenheit. Storm s. w. 2 (1899), 111. so auch siebenb.-sächs. sumerfegellchi. Kramer 130, nd. sammervüelgen. Woeste 262ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1565, Z. 55.

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sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sommervögelchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerv%C3%B6gelchen>, abgerufen am 22.10.2021.

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