Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sommerwolke, f.

sommerwolke, f.
leichte oder rasch verschwindende wolke, wie sie zur sommerzeit häufig sind: kann man denn so etwas (eine geistererscheinung) wie eine sommerwolke vorüber ziehen lassen, ohne ganz besonders davon betroffen zu werden? Bürger 302ᵃ (Macb. 3, 6, a summer's cloud); so sprach er, dann entwand er sich wie sich eine schlang' entwindet, — und verschwand wie eine sommerwolke verschwindet. Rückert 11 (1882), 373;
wie das alles, was wir sehn ...,
von dem, was übersinnlich schön
und göttlich ist, nur wesenlosse schatten,
nur bilder sind, wie wenn in stiller flut,
von büschen eingefaszt, sich sommerwolken mahlen.
Wieland 9, 64 (Mus. 2);
kann man denn solche dinge
wie eine sommerwolke vor sich weg
ziehn lassen, ohne auszer sich zu seyn?
Schiller Macb. 3, 8 (vgl. Bürger 302ᵃ oben).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1567, Z. 81.

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sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sommerwolke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sommerwolke>, abgerufen am 22.10.2021.

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