Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonderbarkeit, f.

sonderbarkeit, f.,
bei Stieler 305 verzeichnet. der älteren anwendung von sonderbar folgend (vgl. sonderbar 1, a): die theile ihrer musik, ihre sonderbarkeit von der unsern. Herder 4, 119 Suphan, nach 1, b: welch ein freudenfest ist aus meinem mittage geworden, durch die sonderbarkeit, dasz du — mein gast bist (durch die glückliche besonderheit). Thümmel reise 7, 99 (1800); in dem uns gewöhnlichen sinne (sonderbar 1, c), eigenthümlichkeit, seltsamkeit: dazu kam noch die sonderbarkeit in seinem charakter, dasz ihn jede aufmerksamkeit verdrosz, die er seinem stande und nicht seinem persönlichen werth danken zu müssen glaubte. Schiller 4, 265; auch in diesen sonderbarkeiten, auch in dieser anscheinenden unschicklichkeit liegt ein groszer sinn. Göthe 19, 92; sonderbarkeiten in sitten, gebräuchen und gewohnheiten. 36, 90; sonderbarkeiten der orthographie. Adelung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1578, Z. 56.

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Zitationshilfe
„sonderbarkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonderbarkeit>, abgerufen am 23.10.2021.

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