Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonderlichkeit, f.

sonderlichkeit, f.,
mhd. sunderlîcheit mhd. wb. 2, 2, 742ᵃ. Lexer mhd. handwb. 2, 1308; mnd. sunderlicheit Schiller-Lübben 4, 471ᵇ; hier ist das wort in der bedeutung von 'abgesondertheit, trennung' belegt, vgl. sonderlich 1, a. die neuhochd. sprache verwendet sonderlichkeit nur in dem sinne von besonderheit, eigenheit, eigenthümlichkeit, und die neigung geht dahin, die vorstellung des merkwürdigen, seltsamen, befremdenden einzumischen; die sonderlichkeiten lieben in seiner aufführung. Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 837ᶜ; es seynd keine sonderlichkeiten ... in der zeitung. 838ᵃ; sie werden daher auf eine menge ungereimte gestalten fallen, welche den geschmack nach und nach verderben, und werden ausschweifenden sonderlichkeiten den schönen namen der erfindungen beylegen. Lessing 4, 133; dennoch halte ich das mädchen ... trotz seiner sonderlichkeit nicht für dergleichen gar zu befremdliche abenteuer fähig. Keller 7, 351; nd. sunderlikheit, das sonderbare, ... eigenschaft eines sonderlings. brem. wb. 4, 1100.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1582, Z. 47.

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Zitationshilfe
„sonderlichkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonderlichkeit>, abgerufen am 24.10.2021.

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