Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenblitz, m.

sonnenblitz, m.
heller, flüchtiger sonnenstrahl, vgl. sonnenblick. Campe: da er langsam mit nachspringenden schatten und mit den an ihm herabschlüpfenden sonnenblitzen durch die lorbeerbäume ging. J. Paul Titan 1, 27; wie sonnenblitze, regenschauer, fahle lichter und tückische wolkenschatten an manchem tage kämpfen. Immermann Münchh. 3, 209; bemerken sie wohl, wie gut sich das braune holz gegen den fahlen wasserspiegel absetzt, und dahinter die sonnenblitze? P. Heyse kinder der welt 1, 60; die sonnenblitze durch die kahlen zweige spielten über ihr reizendes gesicht. 255;
hörst du noch von deinem sternensize,
späht dein blick, gewöhnt an sonnenblize,
noch in diesem nachtthal unsre thränen?
Voss 4, 62;
auf des höchsten giebels spitze
sang im ersten sonnenblitze
ich (rotkehlchen) mein morgenliedlein fromm.
Brentano 5, 83;
weit strahlten helm und schild im sonnenblitze.
Eichendorff² 3, 561.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1638, Z. 12.

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Zitationshilfe
„sonnenblitz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenblitz>, abgerufen am 24.10.2021.

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