Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenbraun, adj.

sonnenbraun, adj.
von der sonne gebräunt: ganze mannheit, fest, sonnenbraun. Vischer auch einer 2, 340; vor dem hofthor stand ein mächtiger breitschultriger mann mit kurzgeschorenem haar und sehr energischem ausdruck im sonnenbraunen gesicht. Freytag handschr. 1, 68; eine schaar von pilgerinnen aus dem Breisgau, alte müde weiber, verbargen ihre sonnenbraunen gesichter scheu unter den rothen kopftüchern. Meyer Jürg Jenatsch 82;
mit sonnenbraunem angesicht
stand er in ungewittern.
Schubart 1, 229;
der mit der felsenbrust und mit dem löwennacken,
dem feuchten augenglanz, den sonnenbraunen backen!
Rückert (1882) 12, 251.
das neutr. substantiviert: in dem zimmer lag die junge mutter bleich und entstellt; das warme sonnenbraun der wangen war verschwunden. Storm 3, 72. dafür auch sonnenbräune, f.:
nicht wohl sind ausnehmend schön zu nennen
unsre mädchen von dem äuszern strande?
nicht wohl reizend ihre sonnenbräune?
Chamisso 2, 190 Koch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1641, Z. 43.

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Zitationshilfe
„sonnenbraun“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenbraun>, abgerufen am 23.10.2021.

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