Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenfächer, m.

sonnenfächer, m.,
wird im 18. jahrh. für fächer gesagt, s. Jacobsson 1, 632ᵃ. Adelung. Campe: fecher, focher oder sonnen-fecher, ist ein von zarten und mit allerhand figuren übermahlten papier, leder, auch taffet oder atlas kleiner zusammen gelegter und über zarte stäblein gefaltener schirm, auf vielerley façon gemacht, dessen sich das frauenzimmer durch ausspannung und vorhaltung, zur sommers-zeit, wieder die sonne und deren wärme zu bedienen pfleget. frauenz.-lex. 528 (s. auch Schultz alltagsleben s. 94);
noch andre wollten sich mit sonnenfächern schlagen,
und wenigstens mit wind den wilden feind verjagen.
Zachariä 106 (renommist 6, 69).
jetzt noch in fränkischen mundarten: würzb. sunnafocht Sartorius 149, westerw. sonnefocht, -foch, -fach Schmidt 219, sonne-, sunnefocht Kehrein 1, 143.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1643, Z. 71.

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Zitationshilfe
„sonnenfächer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenf%C3%A4cher>, abgerufen am 21.10.2021.

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