Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenfackel, f.

sonnenfackel, f.
1)
poetische bezeichnung der sonne:
wenn die morgen-röth' am blauen himmel zündet
die sonnen-fackel an, das hertze dieser welt.
Lohenstein rosen 81;
der himmel selber liebt den grünen schmuck der erden,
die sonnen-fackel brennt von lieben angezündt.
Zigler u. Kliphausen s. Bobertag 2. schles. schule 1, 341;
die sonnenfackel tauchte rosenfarben
sich in die berge fernhin und erblich.
Platen 317ᵃ.
2)
bezeichnung der helleren sonnenflecke (die heller und flammender als der übrige sonnenkörper erscheinen). Jablonski 729. Campe; daher bildlich: wir vergeben leichter ausländische sonnenflecken, als inländische sonnenfackeln. J. Paul s. ebenda.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1644, Z. 1.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sonnenfackel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenfackel>, abgerufen am 15.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)