Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenkäfer, m.

sonnenkäfer, m.
eine kleine, halbkugelförmige käferart mit abgestutzten fühlern und verschiedenfarbigen punkten auf den flügeldecken, nach deren zahl sie weiter unterschieden wird; von blattläusen lebend, coccinella. Nemnich. Adelung. Behlen 5, 632 f. sie gilt als glückbringend, ist beim volke und besonders bei kindern sehr beliebt und hat daher eine menge volksthümlicher namen, so u. a. ferner sonnenkalb (-kälbchen), sonnenwendkäfer, sommer-, oster-, Marienkälbchen, -würmchen, frauenkäferlein, gottesschäflein, -lämmchen, herrgottsthierchen, -mückel, -vögelchen, -hähnchen, -kalb, -kühlein, s. Campe. Nemnich. Kehrein 1, 464ᵃ. — ob ahd. sunchever, bruchus (unde dô cham matoscregh, cham sîn sun chever. Notker ps. 104, 34, vgl. Graff 4, 378) hierher gehört, erscheint bei der abweichenden bedeutung zweifelhaft.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1657, Z. 8.

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Zitationshilfe
„sonnenkäfer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenk%C3%A4fer>, abgerufen am 27.10.2021.

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