Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenrisz, m.

sonnenrisz, m.
1)
von der sonne verursachter risz, spalt im holze:
doch als ich schon die pforte zugedrückt,
den schlüssel abzog, fiel ein sonnenrisz,
der in der planke war, ins auge mir;
und fast unachtsam lugte ich hindurch.
Storm 8, 252;
da fiel mein aug auf jenen sonnenrisz,
der noch, wie ehmals, liesz die durchsicht frei.
254.
2)
eine art zeichnung, entwurf(?), vgl. risz II, 1, b, th. 8, 1046 f.; bildlich: die auftritte der natur (bei Shakesp.) rücken vor und ab ..., damit die absicht des schöpfers ... erfüllt werde — dunkle kleine symbole zum sonnenrisz einer theodicee gottes. Herder 5, 220 Suphan.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1671, Z. 14.

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Zitationshilfe
„sonnenrisz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenrisz>, abgerufen am 22.10.2021.

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