Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenrosz, n.

sonnenrosz, n.,
das edlere wort für sonnenpferd (vgl. das., Kramer). Campe, vgl. E. H. Meyer myth. s. 293:
Phöbus, ihr vorbot wohlgeziert,
hat schon den wagen angeschirrt;
die sonnenross' sind vorgespannt.
wunderhorn 2, 375 Boxberger,
majestätsche sonnenrosse
durch des lichtes weiten raum
leitet Föbus goldner zaum.
Schiller 1, 239;
störrig knirscht in den zügel das sonnenrosz.
302;
(Hero) sah hinab die sonnenrosse
fliehen an des himmels rand.
11, 340;
von osten weht mich an der sonnenrosse schnauben.
Rückert (1882) 5, 231 (ghas. 2, 13).
übertragen: und fand was er auf dem sonnenrosse seiner einbildung finden muszte: nichts! Herder bei Campe; der henker müszte darin ... sitzen, wenn ein geschickter bereiter nicht sein trauerrosz so zureiten wollte, dasz es sich recht gut zu einem handgaul des freudenpferdes anstellte; ich schule sowol mein sonnenrosz als mein bagagerosz viel anders. J. Paul Titan 1, 16.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1671, Z. 35.

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Zitationshilfe
„sonnenrosz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenrosz>, abgerufen am 26.10.2021.

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