Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenscheu, adj.

sonnenscheu, adj.
was die sonne, das licht scheut:
er weicht, wie vor des tages pracht
die sonnenscheue brut der nacht.
Gottsched ged. 2, 105;
bei der nacht, die ihren schwarzen mantel
nur dem verbrechen und der sonnenscheuen
verschwörung leihet.
Schiller 14, 322 (Tell 2, 2);
wo sich leichte nebel von feuchter stelle augenblicklich hervorhoben, um als thau die benachbarten hügelflächen sonnenscheu zu erquicken. Göthe 39, 205. — sonnenscheuch, solifuga. Dasypodius, sonnenscheuh Dentzler 2, 266ᵇ, hier wol als subst. (lat. sol. 'tarantel'), vgl.: sunnenschewhung, solifuga, est animal parvum et perniciosum. voc. v. 1482, s. Dief. gloss. 541ᵃ. Lexer handwb. 2, 1317.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1677, Z. 12.

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Zitationshilfe
„sonnenscheu“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenscheu>, abgerufen am 17.10.2021.

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