Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonnenschusz, m.

sonnenschusz, m.
1)
schusz gegen die sonne, beim freischusz, s. E. H. Meyer myth. s. 246.
2)
caligo ex intuitu solis. Stieler 1772; eine schwäche der augen, vgl. sonnenglanz, -schein (3, a). Adelung: es wird dieser gebrechen (der augen) genant der sonnenschuss, sonnenglantz und der sonnenschein, solifugus oder solaris morbus, darumb das alle die, so darmit beladen sein, das liecht nicht dulden noch leiden können, und wann sie in die sonne oder hellen glantz sehen sollen, so scheust es jhnen in die augen und heubt. Bartisch augendienst (1583) 120ᵇ.
3)
eine pferdekrankheit, s. sonnenkoller und koller 2, b (theil 5, 1617). öconom. lex.² 1477. Eggers 1, 1340. Adelung. Nemnich. Jacobsson 6, 305ᵇ: der kerl war nach art solcher leute trotzig, und fuhr zu, als wann er samt denen pferden den sonnenschusz bekommen. colica 218.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1678, Z. 68.

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Zitationshilfe
„sonnenschusz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonnenschusz>, abgerufen am 16.10.2021.

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