Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sonntagmorgen, sonntagsmorgen, m.

sonntag(s)morgen, m.:

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es war ein schöner sonntagsmorgen, als Anne Bäbi mit seinem sohne auszog. Gotthelf 8, 153 Vetter (Anne Bäbi Jowäger 1, 10). gewöhnlich sonntagmorgen, so schon mhd. suntacmorgen Lexer handwb. 2, 1319:
an dem suntacmorgen
sô kumet er unverborgen
hie fur das burctor.
Walberan 717;
ein freundlicher blauer sonntagmorgen legte sich schwebend über das geputzte dörfchen.
J. Paul Hesp. 1, 143;
wie oft zur sommerzeit ... bin ich in der stille des sonntagmorgens zögernd auf dem sonnigen hofe stehen geblieben.
Storm 2, 4;
wie erquicklich die luft auf diesen deichen weht! ich komme eben heim; wo hätte ich besser den sonntagmorgen feiern können!
4, 4.
die weitern zusammensetzungen haben das genitivische s:
sonntagsmorgen-musik
als die gewöhnliche sonntagsmorgen-musik mich in meinem spaziergang und meinen betrachtungen störte.
Fontane kriegsgefangen³ 259;
sonntagsmorgenstille
so wandelte sie in bänglich froher erwartung in die sonntagsmorgenstille hinein.
Keller 5, 351.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1726, Z. 9.

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sommertagslied sorgenbürde
Zitationshilfe
„sonntagmorgen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sonntagmorgen>, abgerufen am 22.10.2021.

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