Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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sohr, m.

sohr, m.
ein jagdfalk, der noch kein jahr alt ist und seine ersten, rothen federn noch hat. Kehrein wb. der weidm. 274; franz. saure, hellbraun oder goldfarbig; vgl. sohren.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1425, Z. 45.

sohr, m.

sohr, m.
sodbrennen, s. sohrbrennen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1425, Z. 48.

sohr

sohr:
'sor, sol, eine art rosinen ohne kern, die aus Spanien kommen'. Jacobsson 7, 371ᵇ (?).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1425, Z. 49.

sohr

sohr,
heidekraut, vgl. sohren.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1425, Z. 51.

sohr, adj.

sohr, adj.
trocken, dürr, mhd. sôr (aus Nic. v. Jeroschin) mhd. wb. 2, 2, 469ᵃ. das wort ist im niederd. ganz lebendig, Schiller-Lübben 4, 293ᵇ; de boom in soor, verdorrt; soor land, dürres, magres land; up der soren heide; soor brod, vleesk; een soren wind, ein trockner wind, der das land ausdörret. brem. wb. 4, 924; dürr, saftlos; roth, brandgelb: et sütt soor uut. Schütze 4, 158; soor, suur Dähnert 443ᵇ; soor, saar Strodtmann 379ᵃ; soor Richey 279; sôr, verdorrt, versengt, mager. Danneil 201ᵇ; de sâre wind. der ostwind. Schambach 179ᵃ; sôr 202ᵃ; en soͤren twîck, ein dürrer zweig; soͤre locht, kalte, trockne luft. Woeste 248ᵇ; de boom ist toppsoor, wipfeldürr. Stürenburg 249ᵇ; olde frôens mit hör sore titten. ten Doornkaat Koolman 3, 258ᵃ; sôr, dürr, trocken, saftlos, abgestorben. Frischbier 2, 345ᵃ; sor, sohr, 'krank, dürre' (forstwesen). Jacobsson 7, 371ᵇ. auszerhalb des niederd. ist das adjectivum nicht nachzuweisen, während das verbum sohren eine weitere verbreitung hat; s. sohren.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1425, Z. 52.

sor, m.

sor, m.
ein jagdfalk, der noch kein jahr alt ist und seine ersten roten federn noch hat. Behlen 5, 635. vgl. sohr, m. oben sp. 1425.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1754, Z. 1.

sor, m.

sor, m.,
auch sar, sorer, rotwelsch oberherr, präsident, soro, sore, oberherrin, herrschaft, eigentlich jüdisch. Avé-Lallemant 4, 609. 477.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1754, Z. 4.

sor, n.

sor, n.
scaturigines. Schottel 1417. Stieler 1997. 2060, nebenform zu söhre, söre, sore, f., s. dies oben sp. 1426. vgl. noch salzsoren, salinae, aquae salsae scaturigines. Stieler 1997, sora, rivus. Kehrein sammlung alt- u. md. wörter aus lat. urkunden 57ᵃ (von 1196, grenzname), sor, f. mistjauche. Bayerns mundarten 2, 267 (bayreuth.-frk,).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1754, Z. 7.

sor, adj.

sor, adj.
trocken, dürr, s. sohr, adj. oben sp. 1425.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1754, Z. 13.

sör, adj.

sör, adj.
wund, unbedeckt, blosz. Schmid 490, wund, wund gerieben. Lexer kärnt. wb. 235, söer, söere, wund, schmerzhaft, empfindlich, dazu söerikeit, söer'n, f. empfindlichkeit. Hintner 207, sörfeld, seerfeld, n. umgebrochenes feld. Schmid 490, mundartliche nebenform zu sehr, wund, s. dies oben sp. 163.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1754, Z. 14.

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Zitationshilfe
„sor“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sor>, abgerufen am 23.10.2021.

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