Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sparte, f.

sparte, f.
pfründe, antheil, amt, aufgabe, hauptsächlich in der sprache akademisch gebildeter kreise. aus dem spätmittellat. sparta, besonders in den redensarten: spartam nancisci, eine pfründe erhalten. Kluge etymol. wb.⁶ 369ᵃ, und spartam et Martham, pfarre und quarre. studentenspr. 127ᵃ, dem wol wieder griech. σπάρτη, erbgut, zu grunde liegt; vgl. die redensart σπάρτην ἔλαχες. zeitschr. für deutsche wortforschung 1, 365; doch vgl. auch ital. spartire, spartare, scheiden, absondern. Kramer (1693) 1114ᵃ. meine sparte, deine sparte, antheil, aufgabe. Schm.² 2, 685; durch die vertheilung der einzelnen sparten (des seitherigen bayrischen handelsministeriums) an verschiedene ministerien werde die güte und raschheit der arbeit gefördert. Frankf. journ. 17. dec. 1871; das reich ist also jetzt ... in den besitz eines besonderen marine-ministeriums gelangt. graf Roon hat den wunsch geäussert, von dieser sparte seines seitherigen ressorts enthoben zu werden. 5. jan. 1872.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 1957, Z. 30.

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Zitationshilfe
„sparte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sparte>, abgerufen am 02.12.2021.

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