Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sphärenharmonie, f.

sphärenharmonie, f.
die durch den zusammenklang der töne, die die himmelskörper, besonders die planeten, nach pythagoräischer lehre durch ihre bewegung hervorbringen, gebildete harmonie, vgl.sphäre 3 und Büchmann²⁰ 362. Rudolph Schiller-lex. 2, 343 f. s. auchsphärengesang, -klang, -lied, -melodie, -musik, -rauschen, -sang. im vergleich:
sein lichtgewand, der stimme melodie,
ein ohrenmahl wie sphärenharmonie.
Schiller 1, 320 (Semele 1).
übertragen:
o wie wirst du itzt in sphärenharmonien
der verklärten bringen deinen dank!
Uz s. 411 Sauer;
katadupische virtuosen, deren ohren durch die sphärenharmonie in den unaufhörlichen zeitigen roszmühlen des orthodoxen judenthums und katholischen naturalistenthums geschliffen und zugespitzt sind. Hamann 7, 115.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1903), Bd. X,I (1905), Sp. 2209, Z. 32.

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Zitationshilfe
„sphärenharmonie“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sph%C3%A4renharmonie>, abgerufen am 01.12.2020.

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