Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

standlaut, m.

standlaut m.
in der weidmannssprache standlaut geben, verbellen. Behlen 5, 673, vgl. dazu 6, 119 ('der schweiszhund oder saufinder verbellt eine sau oder ein angeschossenes thier, wenn er es stellt und laut wird'): einer der kleinen dachshunde schlüpfte geschäftig in den langen schaft eines der wasserstiefeln, die einige schritte weiter am boden lagen. mit aufstrahlendem auge folgte der jäger dem drolligen thierchen und flüsterte dem mädchen zu: 'schau nur den bürscherl an! glaubt man nicht, der kleine balg wär' schon einmal in einer fuchsröhre gesteckt? hörst, wie er 'standlaut gibt!' rief er seelenvergnügt. Th. Messerer in der didask., 23. märz 1873; das war wie der standlaut zweier jagdhunde, die ein verendetes wild gefunden. Ganghofer der mann im salz 2, 98; da ist's gewesen .., als täten die hund eine wildfährt anfallen. und im hochwald haben sie laut gegeben, bald hetzlaut, bald wieder standlaut. 169.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1907), Bd. X,II,I (1919), Sp. 776, Z. 58.
Zitationshilfe
„standlaut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/standlaut>, abgerufen am 17.02.2020.

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