substantiv n.
Fundstelle: Lfg. 6 (1936), Bd. X,IV (1942), Sp. 818, Z. 68
die grammatische kategorie, die innerhalb des nomens neben der des adjectivs steht. diese scheidung des nomens in adjectivum und substantivum (sc. nomen) hat erst die mittelalterliche grammatik vollzogen, s. Jellinek gesch. d. nhd. gramm. 2, 79. das lat. adj. fand zwar schon von lat. grammatikern verwendung, aber nicht für den jetzt geläufigen begriff, vgl. Jellinek a. a. o. und Georges lat.-dt.⁸ 2, 2882. deutsche grammatiker seit Helwig versuchen eine übersetzung in selbständiges nennwort, vgl. Weigand-Hirt 2, 1004; zum technischen terminus wurde Gottscheds verdeutschung hauptwort, s. teil 4, 2, 639. mit dem 18. jh. findet sich auch eingedeutschtes substantiv, gegen die heutige regel auch in schwacher flexion: zwey zusammengestellte substantiven Gerstenberg hamb. ne. zeitg. 222 lit.-denkm.
Zitationshilfe
„substantiv“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/substantiv>, abgerufen am 21.10.2019.

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