Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

symbolismus, m.

symbolismus, m.,
frz. symbolisme nachgebildet, wie symbolist (s. d. 2) 'von Verlaine und Moréas 1885 erfundene bezeichnungen einer neuen musikalischen stimmungslyrik, die mit der nachahmung dieser manier alsbald auch nach Deutschland kamen' Seiler kult. im sp. d. lehnw. 3, 288. in der begriffssprache der modernen literaturwissenschaft auch allgemeiner für die den naturalismus und impressionismus ablösende, mehr romantisierende dichtung: mitten aus der entsetzlichsten lumpenwelt des schlesischen dorfarmenhauses, des proletariernachtasyls, erblühte nun in symbolismus und romantik das märchenschöne traumspiel von 'Hanneles himmelfahrt' Hans Naumann d. dtsche dichtung d. gegenw.⁵ 24; jener weg von der impression zum symbolismus, der sich überhaupt von Liliencron zu Dehmel steigert ebda 265. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1392, Z. 45.

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Zitationshilfe
„symbolismus“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/symbolismus>, abgerufen am 20.10.2020.

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