Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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tulpen, vb.

tulpen, vb.,
'schlagen' besonders aus dem alem. sprachraum bezeugt: batuo schlahen, tulpen Frisius dict. (1556) 152ᵇ; dulpen, tülppen plangere ders. (1590) bei Diefenbach-Wülcker 374; dulpen percutere Maaler (1561) 93; tülpen, redlich darauff schlahen deverberaro, adhibere plagas, batuere ... dimicare ebda 411; Stalder schweiz. 1, 326; schwäb. tulpen, mit der faust schlagen, bes. kinderausdruck Fischer schwäb. 2, 448. vgl. das compos. abdülpen: ich wil dich abschmeiszen, schlagen, knullen, schmieren, dreschen ... ich wil dich abdülpen, so im Schweitzerlande gemein ist L. Thurneysser onomast. 2 (1583) 29, sieh oben teil 1, 22; 2, 1509 sowie ertülpen 3, 1035. mnld. vereinzelt lexikalisch gebucht: tulpen, slaen battre, frapper, piler; batuere, verberare, tundere, contundere Plantijns thes. theut. (1573) H h 2ᵇ, tulpen j. slaen batuere, verberare; ger. dulpen, tulpen Kilian (1605) 571ᵃ ('in der mnl. literatur aber keine spur zu finden' Verwijs-Verdam 8, 765). nd. dölben 'schlagen' bei Ehrismann P. u. B. beitr. 20, 60, der auch mhd. tolben (er wil si minne tolben 'einbläuen' Hugo v. Langenstein Mart. 71, 109) heranzieht.zur herleitung vgl. Ehrismann a. a. o., Walde-Pokorny 1, 866, teil 3, 1035, wo tülpen 'schlagen' zu ahd. (bi-)telpan, mhd. telben, ags. delfan, mnd. ndl. delven 'graben', russ. dolbitь 'aushöhlen, meiszeln', apr. dalptan 'durchschlag', russ. doloto 'meiszel' usw. gestellt wird.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1712, Z. 65.

tulpen, vb.

tulpen, vb.,
'schlagen' besonders aus dem alem. sprachraum bezeugt: batuo schlahen, tulpen Frisius dict. (1556) 152ᵇ; dulpen, tülppen plangere ders. (1590) bei Diefenbach-Wülcker 374; dulpen percutere Maaler (1561) 93; tülpen, redlich darauff schlahen deverberaro, adhibere plagas, batuere ... dimicare ebda 411; Stalder schweiz. 1, 326; schwäb. tulpen, mit der faust schlagen, bes. kinderausdruck Fischer schwäb. 2, 448. vgl. das compos. abdülpen: ich wil dich abschmeiszen, schlagen, knullen, schmieren, dreschen ... ich wil dich abdülpen, so im Schweitzerlande gemein ist L. Thurneysser onomast. 2 (1583) 29, sieh oben teil 1, 22; 2, 1509 sowie ertülpen 3, 1035. mnld. vereinzelt lexikalisch gebucht: tulpen, slaen battre, frapper, piler; batuere, verberare, tundere, contundere Plantijns thes. theut. (1573) H h 2ᵇ, tulpen j. slaen batuere, verberare; ger. dulpen, tulpen Kilian (1605) 571ᵃ ('in der mnl. literatur aber keine spur zu finden' Verwijs-Verdam 8, 765). nd. dölben 'schlagen' bei Ehrismann P. u. B. beitr. 20, 60, der auch mhd. tolben (er wil si minne tolben 'einbläuen' Hugo v. Langenstein Mart. 71, 109) heranzieht.zur herleitung vgl. Ehrismann a. a. o., Walde-Pokorny 1, 866, teil 3, 1035, wo tülpen 'schlagen' zu ahd. (bi-)telpan, mhd. telben, ags. delfan, mnd. ndl. delven 'graben', russ. dolbitь 'aushöhlen, meiszeln', apr. dalptan 'durchschlag', russ. doloto 'meiszel' usw. gestellt wird.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1712, Z. 65.

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tüle
Zitationshilfe
„tülpen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BClpen>, abgerufen am 11.07.2020.

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