Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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tummelbaum, m.

tummelbaum, m.,
bezeichnung verschiedener arten von haspeln.
1)
vertikaler: tummelbaum ... eine senkrecht stehende welle, um welche sich beim herumdrehen das tau, an welchem eine last heraufgezogen werden soll, umwindet Helfft wb. d. landbaukunst (1836) 376; im bergbau innerhalb eines gerüsts angebrachter senkrechter baum, von oben und unten in einer spur gehend und mit einem hebel oder arm versehen, um damit den aus dem schacht gezogenen kübel auf die seite zu drücken Mothes baulex. (³1874) 4, 279; auf schiffen eine senkrecht stehende winde, welche ... zum ankerlichten, zum bugsieren und ähnlichen schweren arbeiten dient Bobrik seewb. (1850) 699ᵃ; in einigen gegenden bestandteil altertümlicher keltern: 'im kelterraum an boden und decke um sich selbst drehbar befestigter balken, der durch eine quer hindurch gesteckte stange gedreht wurde. es wickelte sich dann ein dickes seil um ihn auf, durch welches die hebelstange an der kelter bewegt wurde' rhein. wb. 1, 1559; Fischer schwäb. 2, 453; ebda 1, 713 s. v. baum 3 b.
2)
auch das ganze gerät wird tummelbaum genannt: tummelbaum ... eine alltägliche, im hochbau, bei abteufungen, rammmaschinen, vorzüglich verwendete hebemaschine aus holz erhält ein voluminöses gerüste behufs sicherer lagerung der haspelwelle und gewinnung des erforderlichen laufweges für die die maschine bethätigenden arbeiter Karmarsch-Heeren techn. wb. (³1876) 4, 288.
3)
horizontal liegender hebel, vermittels dessen ein göpelwerk gedreht wird Veith bergwb. (1870) 506; Mothes ill. baulex. (³1874) 2, 454. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1721, Z. 16.

tummelbaum, m.

tummelbaum, m.,
bezeichnung verschiedener arten von haspeln.
1)
vertikaler: tummelbaum ... eine senkrecht stehende welle, um welche sich beim herumdrehen das tau, an welchem eine last heraufgezogen werden soll, umwindet Helfft wb. d. landbaukunst (1836) 376; im bergbau innerhalb eines gerüsts angebrachter senkrechter baum, von oben und unten in einer spur gehend und mit einem hebel oder arm versehen, um damit den aus dem schacht gezogenen kübel auf die seite zu drücken Mothes baulex. (³1874) 4, 279; auf schiffen eine senkrecht stehende winde, welche ... zum ankerlichten, zum bugsieren und ähnlichen schweren arbeiten dient Bobrik seewb. (1850) 699ᵃ; in einigen gegenden bestandteil altertümlicher keltern: 'im kelterraum an boden und decke um sich selbst drehbar befestigter balken, der durch eine quer hindurch gesteckte stange gedreht wurde. es wickelte sich dann ein dickes seil um ihn auf, durch welches die hebelstange an der kelter bewegt wurde' rhein. wb. 1, 1559; Fischer schwäb. 2, 453; ebda 1, 713 s. v. baum 3 b.
2)
auch das ganze gerät wird tummelbaum genannt: tummelbaum ... eine alltägliche, im hochbau, bei abteufungen, rammmaschinen, vorzüglich verwendete hebemaschine aus holz erhält ein voluminöses gerüste behufs sicherer lagerung der haspelwelle und gewinnung des erforderlichen laufweges für die die maschine bethätigenden arbeiter Karmarsch-Heeren techn. wb. (³1876) 4, 288.
3)
horizontal liegender hebel, vermittels dessen ein göpelwerk gedreht wird Veith bergwb. (1870) 506; Mothes ill. baulex. (³1874) 2, 454. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1721, Z. 16.

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Zitationshilfe
„tümmelbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCmmelbaum>, abgerufen am 11.07.2020.

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