Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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tummelchen, n.

tummelchen, n.,
s. a. dümmelchen teil 2, 1515. 1) dasselbe wie tummelbecher (s. d.): es war also (die phiala) ganz genau das, was wir ein tummelchen nennen, ein becher, der gleichsam selbst berauscht ist und auf seinem fusze nicht stehen kann Lessing 11, 282 L.-M.; trank aus einem silbernen tummelchen einen schluck magenelixier Langbein s. schr. (1836) 13, 79; mundartlich Frischbier pr. wb. 2, 415; Hupel Lief- u. Esthland (1795) 242. 2) eine kleine zunderbüchse der tobacksraucher Kinderling reinigkeit d. dt. spr. (1795) 430. 3) diminutiv zu ²tummel 'rausch', wie dieses auf d. sprache des 17. u. 18. jhs. beschränkt: ihr viel (studenten) haben es auch gar sehr im gebrauch, dasz sobald sie etwa ein halb dümmelchen im kopf bekommen, sie alsbald ein gezänck und streit erregen jus potandi (1669) D 3ᵃ; weil ich ein klein tümmelchen oder christlich räuschen (sic!) habe alamodisch techn. interim (1675) 155; und ... kam er, so oft er bey diesem zu gaste war, des nachts gar nicht wieder nach hause, sondern schlief daselbst allererst sein tummelgen aus Leipziger avanturieur (1756) 1, 96. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1721, Z. 53.

tummelchen, n.

tummelchen, n.,
s. a. dümmelchen teil 2, 1515. 1) dasselbe wie tummelbecher (s. d.): es war also (die phiala) ganz genau das, was wir ein tummelchen nennen, ein becher, der gleichsam selbst berauscht ist und auf seinem fusze nicht stehen kann Lessing 11, 282 L.-M.; trank aus einem silbernen tummelchen einen schluck magenelixier Langbein s. schr. (1836) 13, 79; mundartlich Frischbier pr. wb. 2, 415; Hupel Lief- u. Esthland (1795) 242. 2) eine kleine zunderbüchse der tobacksraucher Kinderling reinigkeit d. dt. spr. (1795) 430. 3) diminutiv zu ²tummel 'rausch', wie dieses auf d. sprache des 17. u. 18. jhs. beschränkt: ihr viel (studenten) haben es auch gar sehr im gebrauch, dasz sobald sie etwa ein halb dümmelchen im kopf bekommen, sie alsbald ein gezänck und streit erregen jus potandi (1669) D 3ᵃ; weil ich ein klein tümmelchen oder christlich räuschen (sic!) habe alamodisch techn. interim (1675) 155; und ... kam er, so oft er bey diesem zu gaste war, des nachts gar nicht wieder nach hause, sondern schlief daselbst allererst sein tummelgen aus Leipziger avanturieur (1756) 1, 96. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1721, Z. 53.

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Zitationshilfe
„tümmelchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCmmelchen>, abgerufen am 11.07.2020.

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