Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tümpelstein, m.

-stein, m.,
fachsprachliche bildung zu tümpel B 3 b (vgl.tümpelstück). 1) 'der steinerne boden des herds im hohenofen ... fundus vel solum foci ... le timpelstein, le sol de pierre du haut fourneau' bergm. wb. (1778) 564; s.tümpel B 3 b α. 2) 'die vordere seite des gestelles (unterer teil des hochofens) wird ... mit steinen geschlossen ... der erste von diesen steinen ... heisst der timpelstein' (s.tümpel B 3 b β u. vgl. engl. timp-stone) Blumhof eisenhüttenkde (1816) 4, 377: auf (das tümpeleisen) ... legt man den tümpelstein Mitscherlich lehrb. d. chemie 2, 2 (1840) 65; der tümpelstein n, an der vorderseite durch das tümpelblech geschützt und auf einem eisen (tümpeleisen) ruhend, geht nicht bis zum boden- oder sohlstein e nieder Meyers gr. konv.-lex. 5 (1904) 480ff. s. v. eisen III; auch im pl.: die vordere noch offene seite des gestelles schlieszt man, wenn der ofen eine offene brust erhalten soll, von oben herab durch die tümpelsteine t, welche auf dem in die seitensteine eingelassenen tümpeleisen u ruhen und zum schutze gegen zu rasche abkühlung durch das tümpelblech v geschützt sind Muspratt chemie 2 (1889) 1212. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1762, Z. 42.

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tüle
Zitationshilfe
„tümpelstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCmpelstein>, abgerufen am 11.07.2020.

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