Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tünchermeister, m.

-meister, m.,
wie tünchergeselle (s. dort) früh nachweisbar: nach dem allen soll der stat paumeister einen redlichen tuncher meister bestellen Tucher baumeisterb. 55 lit. ver.; die decorateurs haben alle ursache hiermit sich zu bereichern, ja wir dürfen behaupten, dasz nächstens kein echter tünchermeister dieses werk (W. Zahns buch über Pompeji) wird entbehren können Göthe I 49, 1, 164 W.; wenn es dabei etwas zu rathen giebt, so rath'ich auf einen tünchermeister, der die aussicht mit dem spritzpinsel gemalt hat Gutzkow ges. w. (1872) 5, 260; im vergleich: vielleicht treff' er (der gesandtschaftsrat) doch auf seinem seelenwandernden rösselsprunge durch die künftigen staaten einmal nach jahrhunderten einen staat ohne schulden und wohl eingerichtet, da man bisher den tünchermeistern geglichen, die das ganze jahr hindurch nur zerrüttete, beschmutzte, in unordnung gebrachte stuben voll schutt, mauergestelle und tüncherkübel betreten Jean Paul w. 59/60, 59 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1786, Z. 52.

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tüle
Zitationshilfe
„tünchermeister“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCnchermeister>, abgerufen am 08.08.2020.

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