Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tüpfelicht, adj.

tüpfelicht, adj.,
punktiert, gesprenkelt; bis ins 18. jh. bezeugt, dann durch tüpfelig verdrängt (s. d.). schriftsprachlich gegenüber getüpfelt (s.tüpfeln) zurücktretend: also bringt man auch vögel zuwegen von allerhand farben, item apffelgrawe, dupflichte oder sprenglichte hund und pferde Irenäus de monstris (1584) f 1ᵃ. lexikalisch: apianus et apiatus bienentreuffelicht, tüpffelicht wie der bienen flugstet im früeling (etymologisierend) Corvinus fons lat. (1646) 63; tüpffelicht, mit kleinen flecken als tüpffeln gezeichnet Duez dict. (1664) 530ᵃ; mensa apiata tüpffelicht holtz, ein tisch von tüpffelicht oder getüpffeltem holtz ebda; tüppelicht, tüpfelicht varius, versicolor, variegatus, punctus punctim Stieler (1691) 2258; tüpfelicht gemälde ebda; tüpffelicht maculosus, guttatus, guttis intertinctus Weismann lex. bip. (1698) 2, 383ᵃ; tüpfelicht punteggiato, puntigliato, puntoluto, pontuto Kramer t.-ital. 2 (1702) 1162ᶜ; tüpfelichte arbeit lavoro punteggiato ebda; tüpffelicht pieno di ponti, picoté Rädlein (1711) 896ᵇ; tüpflicht punctulis notatus, apiatus, apianus, laculatus Steinbach dt. wb. (1734) 2, 882; tüpplicht laculatus Hederich dt.-lat. (1777) 3020. vgl.tupfet gefleckt, gesprenkelt, punktiert, blatternarbig Fischer schwäb. 2, 473; 'getupft, punktiert' von stoffen; 'punktförmig'; 'blatternarbig' ebda 2, 474; dupfət mit tupfen ausgestattet, getüpfelt bad. wb. 1, 599; tüpfelt fleckicht Seiler Basel 91ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1821, Z. 29.

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Zitationshilfe
„tüpfelicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCpfelicht>, abgerufen am 11.07.2020.

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